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Bürgerhaushalte in der digitalen Demokratie

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Das Thema Bürgerhaushalt war auf dem diesjährigen D³ Kongress #Deutschland #Digital #Demokratisch mit einer Vielzahl an Workshops und einer Paneldiskussion im TV-Studio von ALEX Berlin vertreten.

Das Panel zum Thema Bürgerhaushalt. Von links nach rechts: Prof. Dr. Carolin Hagelskamp (Hochschule für Wirtschaft und Recht), Lars Stepniak (Stadt Eberswalde), Clara Leonie Utsch (Stadt Wuppertal), Volker Vorwerk (buergerwissen), Nils Jonas (Stadt Berlin). (© Stiftung Zukunft Berlin (2024))

Seit 2019 findet jährlich der D³ Kongress statt. In diesem Jahr wurde die dreitägige Veranstaltung vom Berlin Institut für Partizipation in Kooperation mit der Stiftung Zukunft Berlin organsiert. Der erste Kongresstag lieferte ein abwechslungsreiches Live-Programm, das aus dem Fernsehstudio von ALEX Berlin ausgestrahlt wurde. In den folgenden zwei Kongresstagen konnten die Teilnehmenden in insgesamt 40 Online-Sessions gemeinsam die Chancen und Herausforderungen der digitalen Teilhabe austauschen. Gerahmt wurden die Austauschrunden durch Inputs aus Forschung und Praxis.

Unter den Teilnehmenden befanden sich auch zahlreiche Bürgerhaushalts-Expert/-innen, die von ihren Erfahrungen berichteten und praxisnahe Tipps zur Gestaltung von Bürgerhaushalten und -budgets lieferten.

In der von Nils Jonas (Stadt Berlin) moderierten Paneldiskussion zum Thema „Digitale und analoge Partizipation verbinden am Beispiel Bürgerhaushalt“, wurde über eine optimale Verknüpfung der Beteiligungsformen diskutiert. Die eingeladenen Expertinnen und Experten Prof. Dr. Carolin Hagelskamp (Hochschule für Wirtschaft und Recht), Lars Stepniak (Stadt Eberswalde), Clara Leonie Utsch (Stadt Wuppertal) und Volker Vorwerk (buergerwissen) gingen zudem der Frage nach, welche Technologien und Methoden die Beteiligung erleichtern und welche Herausforderungen identifiziert werden können. Darüber hinaus wurde überlegt, wie man unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreichen kann, um möglichst viele Menschen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Das Thema Bürgerhaushalt wurde auch in den digitalen Workshops intensiv diskutiert und entsprechende Projekte vorgestellt.

Der Workshopmarathon am Mittwoch startete unter dem Titel „Bürgerhaushalte im Kontext der Digitalisierung. Beteiligung für alle?“. Dr. Robert Gerlit (Hochschule Landshut) ging dabei der Frage nach, inwiefern Digitalisierung auch zu einer inklusiveren Beteiligung führt und beleuchtete kritisch die bestehenden Barrieren.

Weiterhin gaben Katharina Schwarzfurtner-Lutnik und Tijana Matic Einblicke in das Wiener Klimateam (WKT), bei dem Wiener/-innen Ideen für den Klimaschutz in ihrem Bezirk einbringen und über die Umsetzung von Projekten entscheiden können. Mit ko-kreativen Methoden, niederschwelliger Ansprache und innovativen Formaten erreicht das WKT viele Menschen, die sich bisher noch nicht mit Klimaschutz beschäftigt haben.

Anschließend stellte Mareike Schmidt (Servicestelle Jugendbeteiligung e.V.) den Schüler/-innen-Haushalt vor, ein Demokratieprojekt von, für und mit Schüler/-innen an Grund- und weiterführenden Schulen in ganz Berlin. Gestartet ist das Projekt in 2015 mit 4 Schulen im Bezirk Mitte – aktuell wird es mit 142 Schulen in allen Berliner Bezirken durchgeführt.

Der Tag endete schließlich mit dem Projekt „JUBU – Jugendbeteiligung bei Bürgerbudgets“. Dr. Carsten Herzberg stellte selbstentwickelte Spiele und ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten in der Jugendbeteiligung vor und testete diese direkt mit den Teilnehmenden. Das JUBU-Projekt erstellt Konzepte und Materialien für die Offene Jugendarbeit und Schulen, um pädagogische Fachkräfte bei der Umsetzung von Beteiligungsprojekten zu unterstützen.

Auch am Donnerstag wurde das Thema Bürgerhaushalt in einem der Workshops intensiv behandelt. So stellten beide Referent/-innen Steven Ahlrep und Laura Betz (beide Stadt Unterschleißheim) das Bürgerbudget der Stadt Unterschleißheim vor, teilten Erfahrungen der letzten Jahre und zeigten auf, was Unterschleißheim aus diesen gelernt hat.

Weitere Informationen zum D³ Kongress sowie Video-Mitschnitte und Materialien aus den einzelnen Online-Sessions finden Sie auf der Website des Kongresses (Externer Link: https://d3kongress.de/).

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