„Candy Crush Saga“ ist eines der erfolgreichsten Handyspiele aller Zeiten. Das Erfolgsrezept: Entspannung und positive Erlebnisse. Es ist zwar kostenlos spielbar, kann aber sehr teuer werden.
„Candy Crush Saga“ ist farbenfroh, kitschig und spaßig. Erfolgserlebnisse sind garantiert - negative Spielerfahrungen sind kaum möglich. Der Schwierigkeitsgrad entwickelt sich im Spielverlauf. Das Puzzle-Spiel ist unterhaltsam und abwechslungsreich. Die Extras sind dennoch unverhältnismäßig teuer. Empfehlung: Vor dem Spielen die In-App-Käufe deaktivieren und Suchtgefahr nicht unterschätzen.
„Candy Crush Saga“ ist ein Puzzlespiel für Smartphones, Tablets und PC. Das Spielprinzip ist simpel: auf einem überschaubaren Spielfeld müssen mindestens drei Bonbons der gleichen Farbe und Form in eine Reihe gebracht werden. Dann verschwinden sie, bringen Punkte und andere Leckereien rücken nach. Durch die Kombination von vier oder fünf Bonbons oder das Bilden von bestimmten Formen werden Sonder-Bonbons freigeschaltet. Mit diesen können dann zum Beispiel ganze Reihen oder alle Bonbons einer Farbe entfernt werden.
In „Candy Crush Saga“ lösen die Spielerinnen und Spieler kurzweilige Level, die immer andere Herausforderungen bieten; sei es das Erreichen einer bestimmten Anzahl von Punkten oder das Bewegen von Gegenständen zum unteren Rand. Die Spielzeit pro Level beträgt wenige Minuten, allerdings gibt es aktuell bereits über 4000 Level und es kommen ständig weitere hinzu.
Zum Lösen von kniffligen Levels helfen Joker („Booster“), die bei zahlreichen Gelegenheiten freigespielt oder auch gekauft werden können. Dabei gibt es Booster, die vor der Runde ausgewählt werden müssen und solche, die während der Spielrunde spontan eingesetzt werden können.
Spielerinnen und Spieler haben fünf Leben, die sich innerhalb einer gewissen Zeit regenerieren. Wenn ein Level nicht in der vorgegebenen Zeit oder mit der vorgegebenen Anzahl an Zügen gelöst wird, ist ein Leben verloren. Anderen können einzelne Leben geschenkt werden. Die soziale Komponente in Candy Crush beschränkt sich nur auf relativ lose Interaktionen. Es gibt keine Chat-Funktion oder die Möglichkeit, simultan zu spielen. Die Verlinkung mit dem Facebook-Konto dient dazu, sich mit der eigenen Kontaktliste vergleichen zu können.
KurzinfosCandy Crush Saga
Genre: Denkspiel, Match 3
Herausgeber: Activision, King Digital Entertainment
„Candy Crush Saga“ ist grundsätzlich kostenfrei spielbar. Es gibt immer wieder Möglichkeiten, sich Booster zu verdienen, sodass auch knifflige Level gelöst werden können.
Will man schneller vorankommen, kommt der Shop ins Spiel. Dort kann die Premium-Währung „Goldbarren“ erworben werden, wobei mindestens zehn Goldbarren für 1,99 Euro gekauft werden müssen. Immer, wenn ein Level nicht geschafft wurde, können diese Goldbarren mit einem Klick für zusätzliche Spielzüge oder Leben ausgegeben werden. Zudem wird nach jeder Spielrunde für das Sonderangebot „Sparschwein“ geworben. Das größte Paket im Shop, das zahlreiche Goldbarren und Booster enthält, kostet 99,99 Euro. Aufgrund dieser hohen Beträgen und den ständigen Aufrufen, Geld für Extras auszugeben, bewegt sich das Spiel in Bezug auf Kinder und Jugendliche in einer rechtlichen Grauzone. Externer Link: Paragraph 6.2.1 des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages verbietet direkte Kaufappelle an Kinder, die deren Unerfahrenheit ausnutzen.
Das Erfolgsrezept von „Candy Crush Saga“ sind die durch das Spiel vermittelten Erfolgserlebnisse. Candy Crush regt das Belohnungszentrum des menschlichen Gehirns an. Die Möglichkeiten, Booster und Auszeichnungen im Spiel zu erhalten, sind schier endlos. Ständig ploppen Pop-Ups auf und gratulieren den Spielenden zu ihren Erfolgen. Dies alles wird umrahmt von knalligen Farben und Jahrmarktsmusik. Das Spiel entführt, obwohl es keine tiefere Story enthält, emotional ins Schlaraffenland. Die Qualität des Spiels ist zugleich der Grund, warum die Spielzeit außer Kontrolle geraten kann.
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Matthias Engel ist Berufsschullehrer für DaZ, Deutsch und Sozialkunde in Neuwied. Er hat Medien- und Politikwissenschaft studiert, war von 2019 bis 2021 Volontär im Arbeitsbereich Games & Medienpädagogik bei der bpb, danach Dozent für Bundesfreiwillige beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und anschließend Referent der Bundeszentrale für politische Bildung.