Margot Friedländer: „Ich spreche für die, die nicht mehr sprechen können.“ | Deutschland Archiv | bpb.de

Margot Friedländer: „Ich spreche für die, die nicht mehr sprechen können.“ Engagement gegen das Vergessen

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Um diese Mission, den Dialog mit jungen Menschen, zu erfüllen, hat Margot Friedländer seit ihrer Rückkehr nach Berlin an zahlreichen Zeitzeug:innengesprächen teilgenommen. Unermüdlich sprach sie im Fernsehen, im Radio und 2022 anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar im EU-Parlament. Vor allem aber ging sie regelmäßig in Schulen und Gedenkstätten – um von „Damals“ zu erzählen und der jungen Generation von heute von der schrittweisen Ausgrenzung, der Vertreibung vor aller Augen und der systematischen Ermordung zu berichten, „damit das nie wieder geschieht!“

Margot Friedländer in ihrer Wohnung in einer Senior:innenresidenz in Berlin.
Margot Friedländer in ihrer Wohnung in einer Senior:innenresidenz in Berlin. Hier lebt sie mit ihren Auszeichnungen, und mit den Erinnerungen und Ordnern voller Briefe von Menschen aus der ganzen Welt, die sich bei ihr bedanken. Und mit der Bernsteinkette und dem Notizbuch, das ihre Mutter ihr am Tag der Deportation hinterließ. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Margot Friedländer musste als junge Frau erleben, wie die NS-Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung den Überlebensraum immer mehr eingrenzten und die Möglichkeiten zur Flucht täglich immer aussichtsloser machten. Sie überlebte den NS-Terror im Versteck und wanderte nach der Befreiung am 8. Mai 1945 im Jahr 1946 gemeinsam mit ihrem Mann nach New York aus. Nach Deutschland wollten sie nie zurückkehren.

Margot Friedländer: Eine der letzten Zeitzeuginnen der Shoah

Margot Friedländer: Eine der letzten Zeitzeuginnen der Shoah

Aus einem Gespräch mit Sharon Adler

Als sie auf Einladung des Berliner Senats unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) im Jahr 2003 im Rahmen des „Emigrantenprogramms“ schließlich nach 57 Jahren doch wieder in ihre Geburtsstadt kommt, findet sie hier die Antworten auf die Fragen danach, warum sie am Leben geblieben ist. Beim Empfang im Roten Rathaus trifft sie Barbara Witting, die damalige Schulleiterin der Jüdischen Oberschule, in der Margot Bendheim Schülerin der Mittelschule gewesen war. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich bald eine innige Freundschaft, und zu Margot Friedländers 100. Geburtstag am 5. November 2021 verfasst die langjährige Vertraute schließlich den folgenden ganz persönlichen Glückwunsch für das Magazin jüdisches berlin Zur Auflösung der Fußnote[1] der Jüdischen Gemeinde zu Berlin – eine tief empfundene Würdigung.

Im März 2022 haben sich Barbara Witting und Margot Friedländer in Berlin-Charlottenburg zum Interview verabredet.

Barbara Witting: Anlässlich deines 100. Geburtstages hast du in einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, davon gesprochen, dass du mit deiner dauerhaften Rückkehr nach Berlin im Jahr 2010 dein viertes Leben begonnen hast. Kannst du ein wenig erklären, was du meinst, wenn du von deinen „vier Leben“ sprichst?

Margot Friedländer: Das erste Leben begann, als ich in Berlin, in der Lindenstraße, geboren wurde. Zuhause, nicht im Spital. An die Lindenstraße, die heute Axel-Springer-Straße heißt, habe ich keine Erinnerungen. Das Haus steht noch – es war genau gegenüber vom heutigen Axel-Springer-Haus. Von dort sind wir ziemlich bald nach Neukölln gezogen, in die Geygerstraße. Auch dieses Haus steht noch. Auch daran habe ich nur wenige Erinnerungen. Wir haben ungefähr vier Jahre dort gewohnt, bis mein Bruder geboren wurde und wir zum Köllnischen Park gezogen sind, denn wir brauchten eine größere Wohnung.

Aus ihrer 2008 erschienenen Autobiografie „Versuche Dein Leben zu machen. Als Jüdin versteckt in Berlin“ (gemeinsam mit Malin Schwerdtfeger) hat Margot Friedländer bei Veranstaltungen und in Schulen viele Male gelesen und anschließend mit Jugendlichen darüber diskutiert.

Aus ihrer 2008 erschienenen Autobiografie „Versuche Dein Leben zu machen. Als Jüdin versteckt in Berlin“ (gemeinsam mit Malin Schwerdtfeger) hat Margot Friedländer bei Veranstaltungen und in Schulen viele Male gelesen und anschließend mit Jugendlichen darüber diskutiert. (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Dann kam 1933. Die Eltern haben sich getrennt, und meine Mutti, mein Bruder und ich sind nach Charlottenburg gezogen, in die Niebuhrstraße. Die Eltern sind nach circa zwei Jahren wegen uns Kindern wieder zusammengegangen, und wir sind in eine neue große Wohnung in der Neuen Friedrichstraße gezogen. Ich kann mich daran erinnern, dass der Abendbrottisch wieder für uns alle gedeckt war. Es ging leider nicht sehr lange. Die ganze Zeit zwischen 1933 bis 1937 waren die Eltern getrennt und sind wieder zusammengegangen.

1937 haben sie sich endgültig getrennt. Es war ein Jahr vor der „Kristallnacht“. 1937, als wir aus der großen Wohnung ausgezogen sind, wollte die Mutti schon nicht mehr mit einer Wohnung anfangen. Wir sind in die Pension Mandowsky gezogen, am Ludwigkirchplatz. Die Mandowskys waren Juden, deshalb hatte die Pension nur noch jüdische Gäste. Dort habe ich den 9. November 1938 erlebt. Einige Monate später wurde die Pension geschlossen. Die Mandowskys sind nach Australien ausgewandert, und wir sind zu Oma Gross in die Neue Grünstraße gezogen. Opa war ein paar Monate vor dem 9. November gestorben. Gott sei Dank. Das war das erste Leben.

Das zweite Leben war meine Zeit in der Schneiderei an der Modezeichnen-Schule vom Kulturbund, Zur Auflösung der Fußnote[2] der Kunstgewerbeschule „Feige und Straßburger“. Dort lernte ich bis Anfang 1937 ein Jahr lang Mode- und Reklamezeichnen. Ich mochte die Atmosphäre am Hausvogteiplatz, wo sich viele Modeateliers befanden. Die meisten waren in jüdischer Hand. Ich wollte selbst Kleider entwerfen und in die Konfektion gehen. Das waren meine Pläne. Danach habe ich eine Lehre als Schneiderin angefangen, in einem Salon bei Rosa Lang-Nathanson in der Kalckreuthstraße in Schöneberg, wo ich nach der „Kristallnacht“ meine Stellung verloren habe, weil der Salon schließen musste.

Dann gab es noch die Zeit im Kulturbund von 1939 bis 1941, wo ich Theater spielte und die Kostüme aus dem Fundus umschneiderte, als die Kostümschneiderin 1940 wegging. Aber dann kam ich in den Arbeitsdienst bei den DEUTA-Werken Zur Auflösung der Fußnote[3] in Kreuzberg. Zur Auflösung der Fußnote[4] Nachdem mein Bruder Ralph und meine Mutter deportiert wurden, bin ich untergetaucht, kam nach Theresienstadt, habe die Befreiung erlebt, habe geheiratet, und wir sind nach Amerika gegangen. Das vierte Leben begann, nachdem ich 64 Jahre in Amerika gelebt habe, davon 52 Jahre lang verheiratet war, als ich nach Berlin zurückgekommen bin.

Margot Friedländer anlässlich der Enthüllung einer Gedenk-Stele in der Fontanepromenade 15 in Berlin-Kreuzberg am 23. Mai 2013. (V.l.n.r. Dr. Christine Fischer-Defoy, Margot Friedländer, Monica Puginier)

Margot Friedländer anlässlich der Enthüllung einer Gedenk-Stele in der Fontanepromenade 15 in Berlin-Kreuzberg am 23. Mai 2013. Hier befand sich von 1938-1945 das Berliner Zwangsarbeitsamt für Juden. Alle Jüdinnen und Juden mussten sich an diesem Ort zur Zwangsarbeit registrieren. Margot Friedländer wurde 1940 zur Zwangsarbeit in einer Fabrik der DEUTA-Werke in der Oranienstraße in Kreuzberg gezwungen, wo sie Metallteile für die Rüstungsindustrie zusammenbauen und bearbeiten musste. (V.l.n.r. Dr. Christine Fischer-Defoy, Margot Friedländer, Monica Puginier) (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2013)

Barbara Witting: Wann begann das dritte Leben? Als du in Theresienstadt mit deinem Mann zusammengekommen bist? Oder in Amerika?

Margot Friedländer: Das dritte Leben war definitiv in Amerika, nach der Heirat und nach der Befreiung. Denn das waren 64 Jahre.

Barbara Witting: Wie kam es, dass du dich im Alter von 88 Jahren entschieden hast, dein Leben in New York aufzugeben und endgültig in deine Heimatstadt Berlin zu ziehen?

Margot Friedländer: Ich bin nach dem Tod meines Mannes noch mehrere Jahre in Amerika geblieben, aber nach 57 Jahren zum ersten Mal aufgrund einer Einladung nach Berlin gekommen. Darüber wollte Thomas Halaczinsky einen Film machen. An meinem ersten Tag in Berlin bin ich mit ihm spazieren gegangen und habe viele alte Orte entdeckt. Es waren die Straßenschilder, die ich alle kannte. Niebuhrstraße, wo wir gewohnt haben. Die Leibnizstraße, wo Onkel Paul und Tante Martha und die Familie gewohnt haben.

An der Ecke Kurfürstendamm/Leibnizstraße habe ich zu Thomas gesagt: „Ich bin so froh, in einer so schönen Stadt geboren worden zu sein.“ Und innerlich habe ich gedacht, „wenn ich jünger wäre, dann würde ich es mir überlegen, zurückzuziehen“. In dieser Woche bin ich mit Barbara Böhm, Zur Auflösung der Fußnote[5] die uns betreut hat, spazieren gegangen. Und in der Mommsenstraße, wo noch so viele schöne alte Häuser mit Stuck waren, was ich in New York sehr vermisst habe, da habe ich ihr gesagt: „Hier könnte man wohnen. Wenn ich jünger wäre, würde ich es mir überlegen.“ Und das habe ich sieben Jahre später gemacht.

Barbara Witting: Was macht dein Leben in Berlin interessant im Vergleich zu deinem Leben in New York, wo du immerhin 60 Jahre gewohnt hast? Du hast doch bestimmt auch Freunde zurücklassen müssen.

Margot Friedländer: Es gab nur einige Freunde und etwas Verwandtschaft von Seiten meines Mannes. Er hat 28 Jahre lang als Verwaltungschef im Jüdischen Kulturzentrum „92nd Street Y“ Zur Auflösung der Fußnote[6] gearbeitet, wo ich nach seinem Tod einen Schreibkurs im Senior-Club belegt habe und angefangen habe, meine Erinnerungen aufzuschreiben. Als Thomas Halaczinsky davon hörte, wollte er einen Dokumentarfilm über mein Leben drehen, und als wir 2003 das erste Mal hierher nach Berlin kamen, hatten wir die Idee, darüber einen Film zu machen. Im Mai haben wir beide uns dann kennengelernt und im August, zum Jubiläum der Schule, Zur Auflösung der Fußnote[7] wiedergetroffen. Ich bin dann nach New York zurückgefahren und der Film wurde geschnitten. Als wir zum 100-jährigen Wiederbestehen der Schule eingeladen wurden, habe ich André Schmitz kennengelernt. Er hat den Film im Roten Rathaus als Eröffnungsfilm der Jüdischen Filmfestspiele Zur Auflösung der Fußnote[8] gezeigt. Das war 2004.

Barbara Witting: Vieles im heutigen Berlin und in Deutschland erinnert an die Zeit der Verfolgung während des Holocausts. Ist das nicht eine Belastung, immer wieder mit Fragen zu deinem Leben während des Nationalsozialismus konfrontiert zu werden?

Margot Friedländer: Nein. Diese dreizehn Jahre hier in Berlin haben mir so viel gegeben und bedeuten mir so viel. Durch das, was ich angefangen habe, was sich entwickelt hat, habe ich das Gefühl, dass ich etwas Gutes tue, und das überstrahlt mehr oder minder alles, denn, das sage ich auch immer wieder, ich habe eine Mission.

Margot Friedländer: „Es gibt kein christliches Blut, kein jüdisches Blut, kein muslimisches Blut – es gibt nur menschliches Blut.“

Margot Friedländer: „Es gibt kein christliches Blut, kein jüdisches Blut, kein muslimisches Blut – es gibt nur menschliches Blut, und wir müssen die Menschen respektieren. Was war, war. Das können wir nicht ändern. Aber es sollte nie, nie, nie wieder passieren.“ (© Sharon Adler/PIXELMEER, 2022)

Barbara Witting: In den Jahren, in denen du wieder in Berlin lebst, widmest du dich vor allen Dingen jungen Menschen und besuchst Schulen und liest aus deinem Buch „Versuche Dein Leben zu machen“. Worin siehst du deine Aufgabe oder deine Mission, wie du es nennst?

Margot Friedländer: Die Mission ist, für die zu sprechen, die es nicht geschafft haben. Es sind nicht nur die sechs Millionen Juden. Es sind alle Menschen, die man umgebracht hat. Unschuldige Menschen, so viele Kinder. Und Menschen haben es getan. Waren es Menschen, die so etwas getan haben? Ich habe das Gefühl, dass diese Mission für mich so wichtig ist, weil das nicht wieder geschehen darf. Was gewesen ist, das können wir nicht mehr ändern. Was war, war. Ich konzentriere mich auf das Jetzt, besonders auf die jungen Menschen. Denn sie sind die Zukunft. Die sind die, auf die wir hoffen. Dass sie dafür sorgen, dass so etwas nie wieder geschieht. Immer wenn ich zu diesen Schülern spreche, sage ich zu ihnen: „Ihr seht so nett aus, ich kann mir nicht denken, dass einer von euch jemals so etwas tun würde.“

Sobald ich das Buch zumache, sage ich immer Folgendes zu ihnen: „Nach dem, was ihr gehört habt, werdet ihr euch vielleicht wundern, warum ich zurückgekommen bin. Ich bin zurückgekommen, um mit euch zu sprechen. Euch die Hand zu reichen und euch zu bitten, dass ihr die Zeitzeugen sein werdet, die wir nicht mehr lange sein können. Es ist für euch.“ Es sind immer dieselben Worte. Immer dieselben Sätze.

Ich sage ihnen, dass in meinen Adern das gleiche Blut fließt wie in den ihren: „Es gibt kein christliches Blut, kein jüdisches Blut, kein muslimisches Blut – es gibt nur menschliches Blut, und wir müssen die Menschen respektieren. Was war, war. Das können wir nicht ändern. Aber es sollte nie, nie, nie wieder passieren.“

Barbara Witting: Bald wird es keine Zeitzeugen und Zeitzeuginnen mehr geben, die persönlich über ihre Erfahrungen berichten können. Du hast viel dazu beigetragen, dass Erinnerungen nicht verloren gehen und bist dafür von Politikern und Politikerinnen und Organisationen gewürdigt worden. Kannst du dazu einige Beispiele nennen?

Margot Friedländer: Das, was ich tue, wird anerkannt, das sehe ich an den hunderten und aberhunderten von Danksagungen, die ich bekommen habe. Man dankt mir dafür, sonst hätte ich nicht die ganzen Ehrungen bekommen. Ich werde in diesem Jahr noch einen Ehren-Doktor von der Freien Universität Berlin erhalten, und eine Schule wird nach mir benannt. Es bedeutet mir etwas, dass ich etwas bewirkt habe.

Ich bin mir zwar nicht bewusst, was ich alles gemacht habe, aber in den Kalendern der ganzen letzten Jahre sehe ich, dass ich jeden Tag beschäftigt war. Dass ich dreimal in der Woche in Schulen gelesen habe, dass ich an so viele Orte in Deutschland gereist bin. Die vielen, vielen Preise, die ich von der Regierung bekommen habe. Was mir wichtig ist, sind die Briefe von den Schülern und Schülerinnen und von den Menschen, die mich im Fernsehen gesehen oder mein Buch gelesen haben, das heute in der dreizehnten Auflage ist. Dass ich den Menschen erzähle, dass die Bernsteinkette das Einzige ist, was ich von der Mutti habe. Dass ich ihnen den Stern Zur Auflösung der Fußnote[9] zeigen kann, den ich versucht habe, zu verstecken.

Barbara Witting: Ist es nicht eine große Enttäuschung für dich, dass Hass, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus trotz vielfältiger Bemühungen wieder zunehmen und eine Partei wie die AfD Abgeordnete im Bundestag und in Landtagen hat?

Margot Friedländer: Als ich mich entschlossen habe zurückzukommen, war es für viele Jahre ruhig. Das, wovon du gesprochen hast, hat erst in den letzten fünf Jahren zugenommen. Wovon ich sehr enttäuscht und worüber ich sehr traurig bin. Weil ich nicht verstehen kann, dass Menschen nichts gelernt haben.

Barbara Witting: Bedauerst du nicht manchmal, dass du nach Deutschland zurückgekommen bist und sogar die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hast?

Margot Friedländer: Nein, ganz im Gegenteil. Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich diesen Schritt getan habe. Nicht eine Sekunde bereue ich es. Mein Hiersein ist auch gut für Deutschland. Die Menschen sind dankbar dafür.

Barbara Witting: Viele Jüdinnen und Juden verlassen Deutschland und gehen nach Israel. Andererseits kommen viele Israelis nach Berlin. Müssen wir Juden uns damit abfinden, dass wir, egal wo wir leben, mit Ausgrenzung und Anfeindungen leben müssen?

Margot Friedländer: Darüber denke ich nicht nach. Deutschland ist meine Heimat. Hier bin ich zu Hause. Die USA war niemals Heimat für mich. Ich habe jedes Recht, hier zu sein! Denn ich bin hier geboren, meine Eltern sind Deutsche. Mein Vater hat im Ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft, einen Bruder verloren und wurde sehr hoch ausgezeichnet. Du warst ja bei der Verleihung dabei, als ich die deutsche Staatsbürgerschaft wiederbekommen habe. Ich bedanke mich nicht dafür, denn ich habe nur zurückbekommen, was man mir weggenommen hat.

Interner Link: Zur Vita von Margot Friedländer >>

Zitierweise: „Margot Friedländer: „Ich spreche für die, die nicht mehr sprechen können.““, Interview mit Margot Friedländer, in: Deutschland Archiv, (Datum), 1.4.2022, Link: www.bpb.de/506886

Fussnoten

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