Unterrichtseinheit 1.7: Phantasiereise "Boot im Sturm" | VorBild – Politische Bildung für Förderschulen und inklusive Schulen | bpb.de

Unterrichtseinheit 1.7: Phantasiereise "Boot im Sturm"

/ 3 Minuten zu lesen

Ein Hörspiel soll die Phantasie der Schüler/innen anregen. Bilder und Geschichten können daraus entstehen.

Schiffbrüchige Migranten im Mittelmeer, 19.01.2019
Schiffbrüchige Migranten im Mittelmeer, 19.01.2019 (© picture-alliance, ROPI)

Benötigtes Material

  • Hörspiel "Boot im Sturm"

  • Boot im Sturm

    Boot im Sturm

    VorBild. Soziales Lernen und inklusive politische Bildung: Modul Selbstvertrauen und Vertrauen in Andere – Filme für den Unterricht

  • Laptop

  • Aktivboxen

Vorbereitung

  • Lassen Sie die Schüler/innen eine entspannte Sitzposition einnehmen.

  • Sie können die Schüler/innen bitten, während des Vorlesens die Augen zu schließen oder sie die ganze Zeit auf einen bestimmten Punkt über oder vor ihnen selbst zu richten.

Durchführung

  1. Spielen Sie das Hörspiel ab oder lesen Sie den unten aufgeführten Text langsam und mit ruhiger Stimme in der Klasse vor.

  2. Der vorgegebene Text wird genutzt, um die in den vorherigen Aktivitäten adressierte Selbstakzeptanz und das daraus entstehende Selbstvertrauen weiter zu stärken und zu sichern.

Hörspiel-Text "Boot im Sturm"

"Stell dir vor, du befindest dich auf einer Fahrt in einem Boot. Während du mit diesem Boot unterwegs bist, kommt nach und nach ein immer stärkerer Sturm auf. Es kommt nun auch Regen auf, der über Dich und das Boot immer mehr hinwegpeitscht. Der Himmel wird immer dunkler. Hohe Wellen rollen nun heran. Sie heben dich und das Boot hoch und lassen es wieder nach unten fallen. Immer wieder … auf und ab … auf und ab.

Der Wind beginnt an dir zu rütteln. Hohe Wellen schlagen über dir zusammen. Du kannst kaum etwas richtig sehen. … Am Himmel hängen die dunklen Wolken. Der Sturm lässt nicht nach. Er rüttelt und schüttelt dich. Der Regen prasselt weiter auf dich herab und immer wieder schlagen die Wellen über dir zusammen.

Aber du weißt, dass du auf dieser Reise stark bist. Du weißt, dass du und dein Boot dem Unwetter standhalten. Und wenn die Wellen auch noch so hoch werden, du und dein Boot, ihr werdet nicht untergehen. Du kannst dem Sturm trotzen. Es kostet dich zwar viel Kraft, aber du bist so stark, dass Wind und Wellen dir nichts anhaben können. Du stampfst mit dem Boot durch die hohen Wellen mit der festen Gewissheit, dass dir selbst ein solches Unwetter nichts anhaben kann.

Du stellst dir das alles genau vor. Du bist stark … die Wellen und Sturm sind auf dieser Reise keine Gefahr für dich … Du und dein Boot, ihr geht nicht unter."

Quelle / weitere Informationen: Hessisches Kultusministerium (2005) (Hrsg.): Förderung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen. Methoden-Bausteine für den Unterricht. Teil 2. Fuldatal: Druckerei des Amts für Lehrerbildung, S. 440.

Nachbereitung

  • Die Phantasiereise wird mit der entsprechenden Vor- und Nachbereitung (Ausklang) vorgelesen.

  • Anschließend zeichnen die Schüler/innen, ohne zunächst miteinander zu sprechen, das in der eigenen Vorstellung Gesehene und Wahrgenommene. Es geht dabei nicht um ein benotetes Kunstbild, sondern um eine spontanes Malen unter dem Aspekt "Ich und mein Boot im Sturm". Das Gemalte und die hierdurch angeregte Phantasie können dafür genutzt werden, eine kurze Geschichte zu schreiben, was die Schüler/innen mit ihrem Boot im Sturm erlebt haben.

  • Die Geschichten können vorgelesen oder auch nur als Anregung in die eigene Mappe einsortiert werden.

  • Alternativ können die Schüler/innen das, was sie imaginiert und empfunden haben, auch verbalisieren, um diese Übung etwa an den Deutschunterricht anzukoppeln.

Fussnoten

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