Themenfelder: | Polizei, Staat und Gesellschaft |
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Stichworte: | Moderner Antisemitismus, israelbezogener Antisemitismus, Antisemitismusprävention, Planspiel, Perspektivwechsel, Handlungskompetenz, Berufsrolle |
Zielgruppe(n): | Studierende (Diplom, Bachelor) |
Bildungskontext(e): | Studium (gehobener Dienst) |
Format/Methodik: | Sonstiges: Planspiel |
Teilnehmerzahl: | 12 bis 30 |
Zeitansatz: | > 1 Tag bis < 2 Tage |
Bedarf an externen Referent*innen: | Nein |
Kosten: | Es entstehen insbesondere Materialkosten sowie Reise- und Übernachtungskosten der Dozent*innen. |
In der Praxis seit: | 2022 |
Das Planspiel vermittelt anhand eines selbstreflexiven Lernzugangs und unter Einbezug der polizeilichen Berufsrolle Wissen über gegenwärtige Erscheinungsformen des Antisemitismus in Deutschland. Dabei werden sowohl jüdische Perspektiven als auch Perspektiven unterschiedlicher Interessensgruppen und Institutionen eingebunden. Ausgangspunkt hierfür ist ein gemeinsam mit Praxispartnern entwickeltes Szenario einer Demonstration mit dem Titel "Togehter for G-Town". Das Planspiel ermöglicht auf dieser Basis einen Einstieg in vielschichtige gesellschaftliche Positionen und Herausforderungen im Verständnis und Umgang mit Antisemitismus.
Daran anknüpfend können verschiedene Aspekte bedarfsorientiert vertieft werden:
Wie erkenne ich Antisemitismus (vor allem israelbezogenen Antisemitismus)?
Welche Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten hat die Polizei im Umgang mit Antisemitismus (Prävention, Repression)?
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz, Stadt und Zivilgesellschaft?
Welche unterschiedlichen Perspektiven auf das Verständnis des Phänomens Antisemitismus gibt es?
Die Lernenden werden für die Wahrnehmung und Einordnung antisemitischer Codes und Chiffren sensibilisiert.
Lernende erhalten durch ein Angebot angeleiteter Selbstreflexion und einer Übernahme anderer Berufsrollen die Möglichkeit zum Perspektivwechsel.
Die polizeiliche Handlungskompetenz wird in Abhängigkeit zu anderen relevanten Berufsrollen gestärkt.
Durch das offene Lernsetting können Fragen gestellt, Wissenslücken sowie Interessen identifiziert werden.
Der Ablauf gliedert sich in drei Phasen:
Einführung (2 Stunden)
Planspiel (4 Stunden)
Nachbereitung (4-6 Stunden)
Für die Durchführung des Angebots ist die anbietende Person (siehe unten) zu beauftragen. Dies schließt die Bereitstellung von geeigneten Materialien und Quellen ein.
Das Angebot kann dezentral vor Ort durchgeführt werden.
Nach Möglichkeit sollten am Veranstaltungsort technische Voraussetzungen (Whiteboard oder Tafel, Beamer und Laptop) gegeben sein. Benötigt werden zudem mehrere Räumlichkeiten:
Ein größerer Raum für alle Teilnehmenden
Zwei bis drei kleinere Arbeitsräume
Für Terminabsprachen sollte ein zeitlicher Vorlauf berücksichtigt werden. Inhaltliche Vorkenntnisse auf Seiten der Teilnehmenden sind nicht erforderlich.