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Wahlbeteiligung und Briefwahl Bundestagswahl 2025

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Seit dem Tiefpunkt 2009 ist die Wahlbeteiligung vier Mal in Folge gestiegen - auf 82,5 Prozent. Der Anteil der Briefwähler sank nach dem Rekordwert von 2021 wieder.

82,5 Prozent der Wahlberechtigten haben bei der Bundestagswahl 2025 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Damit ist die Wahlbeteiligung zum vierten Mal in Folge gestiegen und erreichte einen neuen Höchstwert für das wiedervereinigte Deutschland. Die niedrigste Wahlbeteiligung wurde mit 70,8 Prozent 2009 ermittelt, bei der Wahl 2013 lag die Wahlbeteiligung nur wenig über diesem Wert. Die höchste Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen wurde im Jahr 1972 erreicht: 90,8 Prozent der Wahlberechtigten gaben bei der siebten Bundestagswahl ihre Stimme ab.

43 Wahlkreise hatten bei der Bundestagswahl 2021 eine Wahlbeteiligung von über 85 Prozent. Mit 87,98 Prozent führt Köln II die Rangliste an, gefolgt von Münster (87,52 %), München-Land (87,51 %) und Coesfeld – Steinfurt II (87,41 %). In vier Wahlkreisen haben dagegen weniger als drei Viertel der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben: Den niedrigsten Wert hatte dabei Duisburg II mit 73,39 Prozent, gefolgt von Bremen II - Bremerhaven mit 73,39 Prozent, Gelsenkirchen (74,50 %) und Essen II (74,96 %).

Seit der Bundestagswahl 1957 ist es den Wählern möglich, ihre Stimmen nicht nur am Wahltag im Wahllokal abzugeben. Mit der Briefwahl kann seitdem bereits im Vorfeld des Wahltages z.B. auch zu Hause vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden. Seit 2009 ist dies auch ohne die Angabe eines wichtigen Grundes für die Abwesenheit am Wahltag möglich.

Seit der Einführung der Briefwahl nutzen bei nahezu jeder Wahl mehr Menschen die Briefwahl. Nur 1969, 1983, 1990 und nun auch 2025 ging der Briefwahlanteil im Vergleich zur vorherigen Wahl zurück. Von 4,9 Prozent Briefwählern 1957 stieg der Anteil bei der Bundestagswahl 2017 auf 28,6 Prozent. Zur Bundestagswahl 2021 verstärkte sich dieser Trend deutlich - vermutlich auch wegen der Covid-19-Pandemie: Mit 47,3 Prozent machte fast die Hälfte der Wähler von der Briefwahl Gebrauch. 2025 schwächte sich dieser Trend ein wenig ab, bleib aber mit 37,0 Prozent trotz der kurzen Zeiträume für die Briefwahl aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau: 18.497.796 Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimmen z.T. schon mehrere Tage oder Wochen vor dem Wahltermin ab.

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