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25. November 2024

Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Rote Schuhe im Innenhof des Brandenburger Landtags. Dazu der Text: Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Rote Schuhe im Innenhof des Brandenburger Landtags. Sie wurden am "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" aufgestellt und symbolisieren die Opfer von Femiziden. (© picture-alliance/dpa, dpa-Zentralbild / Soeren Stache)

🍵Guten Morgen!

Heute ist Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Wie ist die Situation?

🌏 Weltweit

  • Jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben physische oder sexualisierte Gewalt, oft innerhalb einer Partnerschaft. Besonders gefährdet sind marginalisierte Frauen wie z.B. Geflüchtete oder Frauen mit Behinderung.

  • Sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird auch als Kriegswaffe eingesetzt, u.a. vom Militär und bewaffneten Gruppen.

  • Der Aktionstag geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal. Die Regimegegnerinnen wurden am 25.11.1960 in der Dominikanischen Republik vom Geheimdienst getötet.

🔌 Deutschland

  • Laut dem Lagebericht des Bundeskriminalamts (BKA) ist Gewalt gegen Frauen 2023 in allen Bereichen gestiegen – besonders bei politisch motivierter Hasskriminalität sowie digitaler Gewalt.

  • 70,5% der Betroffenen von häuslicher Gewalt waren weiblich. 938 Frauen und Mädchen wurden Opfer eines versuchten Femizids, 360 starben.

  • Die Gewalt kann physisch und/oder sexualisiert sein, aber auch psychisch wie z.B. bei finanzieller Abhängigkeit. Expert/-innen gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Taten nie ermittelt oder zur Anzeige gebracht werden.

🏠 Politische Dimension

  • Gewalt gegen Frauen ist eine Gefahr für die Demokratie, da sie die im Grundgesetz (GG) verankerte Gleichstellung der Geschlechter infrage stellt.

  • In Dtl. gibt es bei Hilfsangeboten wie Frauenhäusern große Lücken. So gibt es in Dtl. nur 7.000 Plätze in Frauenhäusern, laut Empfehlung der Istanbul-Konvention müssten es 21.000 sein.

  • Mit dem „Gewalthilfegesetz“ will der Bund nun Frauenhäuser mitfinanzieren und den Zugang zu Schutz und Beratung rechtlich verankern. Ein geplantes Gesetz gegen digitale Gewalt wurde bisher nicht beschlossen.

➡️Mehr zum Thema: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp2653

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Deine bpb Social Media Redaktion

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